Allergien:
Hunde können, ähnlich wie Menschen, unter Allergien leiden. Hautreizungen, wie Schwellungen, Ekzeme oder Pusteln, Niesen und Schnupfen, asthmatische Beschwerden oder ein ständig anhaltender Juckreiz können Anzeichen für eine allergische Reaktion sein. Der Tierarzt kann durch einen Bluttest die Ursache der Allergie feststellen und wird je nach Ergebnis eine geeignete Behandlungsmethode vorschlagen.
Augenerkrankungen:
Die häufig auftretende bakterielle Augenentzündung geht mit einer verstärkten Sekret- und Schleimbildung einher und führt zum Verkleben der Augen. Die einfache Bindehautentzündung kann mit einem in steriler Kochsalzlösung getränkten Wattebausch behandelt werden, mit dem man die Augen mehrmals täglich auswäscht. Sollte die Entzündung nicht zurückgehen und einen eitrigen Verlauf nehmen, muss ein Tierarzt aufgesucht werden, da eine schlimmere Erkrankung die Ursache sein kann und möglicherweise zur Erblindung des Hundes führen kann.
Coronavirusinfektion:
Die hochansteckende Virusinfektion des Darmtrakts, wird durch den Kot infizierter Tiere übertragen. Blutiger Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit können Anzeichen für eine Coronavirusinfektion sein. Der Tierarztbesuch ist in diesem Fall unbedingt empfohlen.
Hepatitis:
Diese ansteckende Virusinfektion tritt nur noch selten auf. Anzeichen für eine Hepatitiserkrankung können Fieber, Mandel- oder Lungenentzündung, Bauchschmerzen, Schwellungen der Lymphknoten und Störungen des zentralen Nervensystems sein. Nicht selten endet der Verlauf tödlich. Regelmäßige Impfungen schützen vor einer Infektion.
Hüftgelenksdysplasie:
Diese äußerst schmerzhafte Erbkrankheit führt häufig zu Veränderungen im Knie- oder Schultergelenk. Die Muskulatur an den betroffenen Bereichen verdickt sich und verursacht so die starken Schmerzen. Eine Operation des Hundes ist unumgänglich.
Leptospirose:
Sie führt zu Störungen des Magen-Darm-Trakts oder der Leber-Nieren-Funktion. Erbrechen und blutiger Durchfall können ein Hinweis auf diese Krankheit sein. Lässt man sie jedoch frühzeitig mit Injektionen beim Tierarzt behandeln, so ist eine Heilung der auch auf den Menschen übertragbaren Leptospirose sehr wahrscheinlich.
Ohrenentzündung/Ohrenzwang:
Besonders Hunde mit langen Schlappohren leiden an dieser Krankheit. Hervorgerufen wird sie durch Schmutz in den Ohren oder Ohrenschmalz. Den Hund sauber zu halten ist die beste Vorbeugung. Anzeichen für die entzündliche Erkrankung sind Berührungsschmerz, süßlich riechender Ausfluss und ein verstärkter Juckreiz. Da die Gehörgänge von Hunden leicht verletzt werden können, sollte für das Auswaschen und Eincremen des Ohres eine Einweisung durch den Tierarzt erfolgen.
Parasiten:
Die häufigsten Parasiten sind Flöhe, Zecken und Läuse, die durch ihre Bisse einen Juckreiz verursachen können. Zecken können darüber hinaus andere Krankheiten übertragen. Wirksame Mittel zur äußeren Anwendung verhindern einen Befall.
Spul- oder Bandwürmer befallen den Darmtrakt des Hundes. Sie verursachen Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust und Juckreiz am After. Eine regelmäßig vom Tierarzt verabreichte Wurmkur kann Abhilfe schaffen.
Parvovirose:
Die durch den Parovirus, der durch den Kot bereits erkrankter Tiere übertragen wird, ausgelöste Krankheit führt zu der Zerstörung der Darmschleimhaut. Erbrechen, blutiger und wässriger Durchfall sind die auffälligsten Symptome. Leider führt die Krankheit häufig zum Tod. Eine Impfung bietet aber einen guten Schutz.
Schnupfen:
Der Schnupfen kann in Folge einer allergischen Reaktion oder einer Erkältung auftreten. Zumeist dauert ein Schnupfen nur wenige Tage und kann leicht selbst behandelt werden. Die Ausscheidungen an der Nase sollten mehrmals am Tag abgewischt werden. Hält der Schnupfen länger an, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, da die Symptome auch auf die oft tödlich verlaufende Staupe hinweisen können.
Staupe:
Noch immer ist der Staupevirus weit verbreitet. Er überträgt sich nicht nur von Hund zu Hund sondern mitunter auch bei einem Spaziergang. Appetitlosigkeit, Mattigkeit und Fieber sind die ersten Anzeichen einer Infektion. Der einsetzende Nasenausfluss wird oft fälschlicherweise für einen Schnupfen gehalten. Eine Behandlung durch den Tierarzt ist unerlässlich, da die Krankheit schwerwiegende, nicht selten tödliche Folgen haben kann. Eine Schutzimpfung ist unbedingt empfohlen.
Tollwut:
Die Ansteckung mit Tollwut erfolgt immer durch den Biss eines bereits infizierten Tieres. Die Krankheit ist in jedem Fall tödlich, so dass eine regelmäßige Schutzimpfung dringend zu empfehlen ist.