Die Welpenschule

posted by admin @ 16:22 PM
6. Dezember 2008

Der Besuch einer Welpenschule sollte zur Selbstverständlichkeit für jeden Besitzer eines neuen Welpen gehören. In einer guten Welpenschule lernen die kleinen Hunde das ABC des sozialen Verhaltens. Man sollte als Welpenbesitzer darauf achten, dass die Gruppen zum einen von einem professionellen Hundetrainer geleitet werden und zum anderen nicht allzu viele Welpen in einer Gruppe sind, da sonst auf die einzelnen Probleme weniger eingegangen werden kann. In den Übungsstunden lernen die Welpen zum Beispiel verschiedene Untergründe kennen, über die sie angstfrei laufen lernen sollen. Dazu gehören Planen aus Plastik, die auf den Boden gelegt werden. Entweder lockt dann der Besitzer seinen Welpen mit einem Leckerlie oder es werden einige Leckerlies auf der Plane verteilt, die der Welpe beim Erkunden findet und fressen kann. So verliert der kleine Hund mit positiver Bestätigung seine Angst vor Umwelteinflüssen. Der Trainer steht dem Hundebesitzer während den Unterrichtseinheiten mit Rat und Tat zur Seite. Er beantwortet dem unerfahrenen Hundebesitzer Fragen zu Stubensauberkeit, Förderung von erwünschtem Verhalten und natürlich zur artgerechten Erziehung des Welpen. Außerdem gehört das Erlernen der ersten Grundkommandos, wie „Hier“, „Sitz“ und „Platz“, zum Stundenplan. Der Welpenbesitzer lernt in der Hundeschule, wie er am effektivsten mit seinem Hund kommunizieren kann und bekommt einige Kenntnisse im Lesen der Körpersprache der Hunde. Aber nicht nur Grundlagen zur Erziehung werden geschult, dadurch, dass der Welpe in der Gruppe einen kontrollierten Kontakt zu anderen Welpen, aber auch zu erwachsenen Hunden erhält, lernt er im Spiel alle Regeln zum Verhalten mit anderen Hunden, die sein Leben prägen werden. Er lernt, sich einem stärkeren Hund zu unterwerfen, selber andere Hunde zu dominieren ohne dass es zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommt, mit anderen Hunden friedlich zu spielen aber auch den anderen in Ruhe zu lassen, wenn der nicht mitspielen will. Empfohlen wird, dass Hundebesitzer mit ihren Welpen jeder Rasse in die Welpenspielschule gehen, sobald dieser gegen Tollwut geimpft ist. Das ist meistens mit etwa drei Monaten der Fall. In vielen Welpenschulen ist das Höchstalter der Teilnahme sechs Monate, danach werden oft Junghundekurse angeboten. Für besonders welpenfreundliche Hunde besteht oft auch länger die Möglichkeit der Teilnahme, hier allerdings eher als Lehrer für die neuen Welpen. Für Besitzer von Rassehunden mit Papieren, insbesondere solche, die zu den Dienst- und Gebrauchshunden gehören, bieten die verschiedenen Rassevereine, wie der Boxer-Klub München e.V., spezielle Welpenspielstunden auf den Vereinsplätzen an. Das Programm ist hier oft dem der normalen Hundeschule ähnlich, allerdings wird ab spätestens sechs Monaten der Schwerpunkt auf die rassetypische Ausbildung gelegt. So werden Übungen vorbereitet, die der Hund zum Bestehen von Arbeitsprüfungen, wie der VPG und der Fährtenhunde-Prüfung, bewältigen muss. Die Teilnahme an diesen Übungen und Prüfungen ist natürlich freiwillig, hier kann der Welpenbesitzer entscheiden, ob er so die Freizeit mit seinem Hund gestalten möchte.